Viertklässler zu Gast im Rathaus
Wann können wir mit dem Sportunterricht wieder in die sanierte Turnhalle? Was kostet unser Schwimmunterricht im Vohenstraußer Hallenbad? Wie viele Kilometer Gemeindestraßen muss der Winterdienst täglich frei halten? Warum haben Sie sich als Bürgermeister aufstellen lassen? Welche Projekte werden in den kommenden Jahren in der Gemeinde angepackt? Hat die Gemeinde genügend Geld dafür?
Mit einem dicken Fragenkatalog besuchte die vierte Klasse der Grundschule Waldthurn das Rathaus, um die Aufgaben der Gemeinde, die Tätigkeiten des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung näher kennen zu lernen.
Bei einem Rundgang durch die Verwaltungsräume erklärten die Angestellten bereitwillig und sachkundig ihre Aufgabenbereiche. Auch Bürger, die zur gleichen Zeit die Dienste der Gemeinde in Anspruch nahmen, wurden befragt.
Im Sitzungssaal gab Bürgermeister Josef Beimler einen geschichtlichen Rückblick auf den Zusammenlegung der vier kleinen Gemeinden zur Großgemeinde Waldthurn bei der Gebietsreform 1972.
Anschaulich erläuterte der Rathauschef die Bedeutung der Kommune, die Aufgaben für die Bürger erfülle, die diese alleine nicht leisten und bezahlen können. Anschließend bestürmten die wissbegierigen Gäste das Gemeindeoberhaupt mit ihren Fragen, die sie im Heimat- und Sachkundeunterricht zusammengestellt hatten. Die Letzauer Kinder der vierten Klasse entfachten eine „Diskussion“ über die umstrittene Energieerzeugung durch Windräder, die auch im Gebiet Fahrenberg vor Jahren geplant war.
Bürgermeister Beimler bekannte im Gespräch auch, dass ihm das Amt als Bürgermeister Spaß mache, weil er durch die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat die Waldthurner Gemeinde zum Wohle der Bürger gestalten könne. Den Winterdienst betreffend bat er bei 70 km Gemeindestraßen um manchmal größeres Verständnis der Bürger.
Am Ende der Rathausvisite bedankte sich Lehrer Franz Wittmann für die umfangreichen Informationen und wies die Schüler darauf hin, dass einige auch einmal als Nachfolger der Gemeinderäte Verantwortung übernehmen müssten.